Umstellungsverfahren

Mit dem Wandel der Technologien müssen viele Unternehmen ihre Computerinformationssysteme ändern. Durch das Upgrade dieser Systeme können sie ihre Effizienz optimieren und wettbewerbsfähig bleiben. Übliche Umstellungsbereiche umfassen Sicherheitssysteme, Datenbanksysteme, Buchhaltungssysteme und Verwaltungsinformationssysteme. Die Entscheidung, welche Umstellungsmethode für ein bestimmtes Unternehmen am besten geeignet ist, hängt von der Art der Umstellung und dem Risiko für das Unternehmen ab.

Parallele Umschaltung

Bei einer Parallelumschaltung läuft das neue System für einen bestimmten Zeitraum gleichzeitig mit dem alten System. Von allen Techniken ist dies in der Regel am beliebtesten, hauptsächlich weil es das geringste Risiko birgt. Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt etwas schief geht, kann das gesamte System in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Ein Hauptnachteil beim gleichzeitigen Betrieb von zwei Systemen sind höhere Kosten. Der parallele Umschaltvorgang kann auch recht zeitaufwändig sein.

Direkte Umstellung

Direkte Umstellung, auch als Sofortersatz bezeichnet, ist bei den Umstellungstechniken am wenigsten beliebt. Bei einer direkten Umstellung wird das gesamte System sofort ausgetauscht. Grundsätzlich wird das alte System heruntergefahren, sobald das neue System hochgefahren ist. Diese Art der Umstellung birgt das größte Risiko, da ein Rückfall auf das alte System in der Regel nicht möglich ist, falls etwas schief geht. Die Verwendung der direkten Umschaltmethode funktioniert am besten in Situationen, in denen ein Systemausfall nicht kritisch genug ist, um eine Katastrophe für das Unternehmen zu verursachen.

Stufenweise Umstellung

Die stufenweise Umschalttechnik gilt als Kompromiss zwischen parallelen und direkten Umschaltvorgängen. Bei einer stufenweisen Umstellung wird das neue System stufenweise implementiert. Stellen Sie sich beispielsweise ein Unternehmen vor, das an der Installation eines neuen Finanzsystems arbeitet. Durch die Implementierung des neuen Systems werden Abteilung für Abteilung die Forderungen, die Kreditorenbuchhaltung, die Personalabrechnung usw. umgestellt. Vorteile der schrittweisen Umstellung sind geringe Kosten und vereinzelte Fehler. Der Hauptnachteil besteht darin, dass der Prozess sehr lange dauert, da die Phasen separat implementiert werden müssen.

Pilotwechsel

Mit einem Pilotwechsel wird das neue System vor dem Start im gesamten Unternehmen an einem Teststandort getestet. Zum Beispiel kann eine Bank das System zuerst in einer ihrer Filialen testen. Dieser Zweig wird als Pilot- oder Betastandort für das Programm bezeichnet. Da parallele Umrüstungen tendenziell teuer sind, können Unternehmen das neue System mit der Technik des Pilotwechsels neben ihrem alten, jedoch in einem viel kleineren Maßstab betreiben. Dies macht das Pilotwechselverfahren wesentlich kostengünstiger. Nachdem die Knicke am Teststandort aus dem System herausgearbeitet wurden, entscheiden sich Unternehmen normalerweise für die direkte Umstellung, um das System unternehmensweit zu starten.

 

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