Konstruktivistischer Ansatz für Rekrutierung und Auswahl

Der konstruktivistische Ansatz legt nahe, dass Menschen soziale Realität konstruieren. Bei der Rekrutierung und Auswahl von Mitarbeitern bedeutet dies, dass ein Teil des Interviews dazu dient, die im Unternehmen gebaute Kultur zu vermitteln. Der Mitarbeiter muss den Interviewer davon überzeugen, dass er in diese Kultur passt. Laut Konstruktivisten schließen der Interviewer und der Mitarbeiter einen Sozialvertrag ab, in dem sie sich auf die notwendigen Werte für die Arbeit im Unternehmen einigen.

Fähigkeiten sind nicht das Endergebnis

Der konstruktivistische Ansatz geht davon aus, dass es viele qualifizierte Kandidaten in Bezug auf die Fähigkeiten gibt. Die Aufgabe des Interviewers besteht darin, festzustellen, ob die befragte Person die Einstellung des Unternehmens zu Schnelligkeit, Sorgfalt, Respekt vor Autorität, Ehrlichkeit und einer Vielzahl anderer Werte teilt. Die Arbeitsmoral kann eine größere Rolle spielen als bestimmte Fähigkeiten.

Ungeschriebener Vertrag

Konstruktivisten befürworten das Konzept, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Sozialvertrag abschließen. Laut Steve Woods und Mike West können in ihrem Buch "The Psychology of Work and Organizations" die Erwartungen des Unternehmens und des Mitarbeiters angenommen werden. Der Mitarbeiter verpflichtet sich, eine bestimmte Art von Leistung gegen die Lohnrückgabe des Unternehmens zu erbringen. Beim Interviewprozess werden Personen ausgeschlossen, die diesen Vertrag nicht abschließen möchten.

Arbeitsplätze können sich innerhalb des Unternehmens ändern

Viele Arbeitsplätze sind in einem Unternehmen nicht eindeutig definiert. Konstruktivisten gehen an den Befragungsprozess mit der Annahme heran, dass ein Mitarbeiter, der in das Unternehmen passt, den Arbeitsplatz innerhalb der Organisation wechseln kann. Der Zweck des Interviews - eigentlich eine Reihe von Interviews - kann darin bestehen, eine Beziehung aufzubauen, die einen bestimmten Job im Unternehmen überdauern wird. Nik Chmiel schlägt in seinem Buch "Einführung in die Arbeit und Organisationspsychologie" vor, dass der Ansatz der Einstellung mehrerer Anstellungen eine Reihe sozialer Interaktionen ist, bei denen sich der Mitarbeiter an die Unternehmenskultur anpasst und seine Fähigkeit zur sozialen Anpassung anzeigt. Die Mitarbeiterin nimmt nicht nur einen Job an, sie tritt in ein Unternehmen ein.

Konstruktivismus und Vielfalt

Ein konstruktivistischer Auswahlprozess kann die potenzielle Anerkennung der Vielfalt von Arbeitnehmern durch die ethnische Vielfalt und die Anerkennung der Gleichstellung von Frauen am Arbeitsplatz prüfen. Umgekehrt kann der potenzielle Mitarbeiter die Toleranz des Unternehmens für ethnische und geschlechtsspezifische Unterschiede bewerten. Einige davon können unausgesprochen bleiben - der Befragte kann beispielsweise feststellen, wie viele Frauen eine höhere Position haben. Der Interviewer schlägt möglicherweise vor, einen "Teamplayer" zu suchen, der mit allen Arten von Leuten zurechtkommt.

 

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